Denkort im Martinshof mahnt seit 30 Jahren
Die Jahre 1941/42 zählen zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte des Martinshofes in Rothenburg. Über einhundert Menschen mit Behinderung fielen damals dem Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zum Opfer. Für die über 700 jüdischen Menschen, die danach in Rothenburg/Tormersdorf untergebracht waren, wurde der Martinshof zum Durchgangslager für den Weitertransport nach Auschwitz, Theresienstadt und Majdanek. Nur sieben von ihnen sollen überlebt haben.
Seit dem Buß- und Bettag 1995 erinnert ein Denkort im Martinshof an diese Ereignisse. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, Gästegruppen und Schulklassen haben seitdem dieses Mahnmal besucht. Zur Gedenkstunde am 21. November hielt der Superintendent des Kirchenkreises Schlesische Oberlausitz Daniel Schmidt eine Andacht, Rabbiner Akiva Weingarten betete das Kaddisch. Weiterhin nahm mit Judi Hannes-Mendelsohn die Urenkelin von Amanda Hannes, welche im Lager Tormersdorf interniert wurde und auch hier verstorben ist, an der Gedenkstunde teil.





